Clubkultur ist in Salzburg ab sofort mehr als ein kulturelles Randphänomen: Erstmals stellt die Stadt einen eigenen Fördertopf zur Verfügung. 65.900 Euro fließen an acht Kollektive. Doch trotz des Geldes bleibt das Hauptproblem bestehen: Es fehlt an dauerhaft verfügbaren Veranstaltungsräumen.
Für die Szene ist die Förderung ein wichtiges Signal. „Es ist eine Anerkennung für den kulturellen Wert von Clubkultur“, betont Annabell Bayer-Oves, Vorsitzende der Salzburger Club Commission, gegenüber S24. Die Club Commission selbst habe den kleinsten Teil der Mittel erhalten, da das Geld primär für Veranstalter:innen und Produzent:innen gedacht sei – und dort auch am dringendsten gebraucht werde, um finanzielle Risiken abzufedern. Denn viele Kollektive würden unbezahlt, ehrenamtlich und ohne kommerzielle Interessen arbeiten. Veranstaltungen zu organisieren bedeute für sie oft hohes Risiko, vor allem in einer Stadt mit einem angespannten Raumangebot.
